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Impfungen von Hund, Katze und Heimtieren

 

 

 

Impfungen des Hundes

 
Impfplan für eine komplette Grundimmunisierung

6. Lebenswoche: Parvovirose (P)
8. Lebenswoche: Staupe, Hepatitis und Leptospirose (SHL)
12. Lebenswoche: Staupe, Hepatitis, Parvorvirose, Leptospirose und Tollwut (SHPLT)

Bei starker Infektionsgefährdung sind weitere Wiederholungen während der Grundimmunisierung notwendig.

zusätzliche Impfungen:

Zwingerhusten
Borreliose

Impfauffrischung

Nach der Grundimmunisierung werden die Impfungen im jährlichen Abstand wiederholt. Die Borrelioseimpfung muß alle sechs Monate wiederholt werden.

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Impfungen der Katze

 
Impfplan für eine komplette Grundimmunisierung

8. Lebenswoche: Katzenseuche und Katzenschnupfen (PHC oder PRC)
12. Lebenswoche: Tollwut, Katzenseuche und Katzenschnupfen (PTHC oder RCPT)
14. Lebenswoche: Leukose
16. Lebenswoche: FIP
17. Lebenswoche: Leukose Nachimpfung
19. Lebenswoche: FIP Nachimpfung

Impfauffrischung

Nach der Grundimmunisierung werden Impfungen gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen, Tollwut, Leukose und FIP im jährlichen Abstand wiederholt.

Viruserkrankungen der Katze

Die Katzenseuche wird durch ein Parvovirus verursacht. Erste Krankheitssymptome sind Fieber, Erbrechen und Durchfall. Bei jungen Katzen verläuft die Krankheit meist (in ca.80%) tödlich. Das Virus kann vom Menschen in die Wohnung gebracht werden.

Der Katzenschnupfen kann durch verschiedene Viren hervorgerufen werden (Herpes-, Calici-, Reoviren). Es handelt sich um eine ansteckende, fieberhafte Erkrankung der Atemwege. Besonders gefährdet sind Katzen, die viel Kontakt zu anderen Katzen haben. Die Übertragung erfolgt über die Sekrete (Niesen). Auch reine Wohnungstiere können gelegentlich Katzenschnupfen bekommen. Für Jungtiere und immungeschwächte Tiere kann der Katzenschnupfen tödlich verlaufen.

Die Tollwut ist eine tödliche Erkrankung des Gehirns. Sie wird durch ein Rhabdovirus verursacht. Das Virus wird durch den Biß erkrankter Tiere übertragen.

Die feline Leukose wird durch das Leukosevirus (FELV) ausgelöst. Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit erkrankten Tieren. Die Hauptübertragung erfolgt über den Speichel, z.B. durch gegenseitiges Ablecken oder gemeinsame Nahrungsaufnahme. Sie kann aber auch transplazentar (im Mutterleib) oder auf dem Blutweg (Bluttransfusion) erfolgen. Neben der akuten Form der Leukose, die meist tödlich verläuft, gibt es auch chronische Leukoseerkrankungen, die milder verlaufen. In seltenen Fällen kann die Leukose auch überwunden werden. Vor jeder Erstimpfung sollte ein Leukosetest durchgeführt werden, um festzustellen, ob Ihre Katze mit dem Leukosevirus infiziert ist.

Bei der Felinen Infektiösen Peritonitis (FIP) handelt es sich um eine hochfieberhafte, tödlich verlaufende Erkrankung, die durch Coronaviren hervorgerufen wird. Die Virusaufnahme erfolgt über die Mund- und Nasenschleimhäute. Der genaue Übertragungsweg dieser Krankheit ist leider noch nicht gänzlich geklärt. Bei Ausbruch der Krankheit kommt es in der Regel zu Flüssigkeitsansammlungen in den Körperhöhlen (nasse FIP). Durch Untersuchung dieser Flüssigkeit kann die Krankheit nachgewiesen werden. Es gibt aber auch andere Verlaufsformen (trockene FIP), die sehr schwer festzustellen sind. Einen sicheren Virusnachweis wie bei der Leukose gibt es leider nicht.

Welche Impfungen sind für Ihre Katze wirklich wichtig?

Wir unterscheiden zwischen Katzen, die nur in der Wohnung gehalten werden und Katzen, die sich auch im Freien aufhalten.

Katzen, die sich auch im Freien aufhalten, sind mehr gefährdet ein krankes Tier zu treffen, als reine Wohnungskatzen. Sie sollten mindestens gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut geimpft werden. Wer sein Tier allerdings umfassend schützen will, sollte es auch gegen Leukose und FIP Impfen.

Katzen, die nur in der Wohnung gehalten werden, sollten auf jeden Fall gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen, eventuell auch gegen FIP geimpft werden.

Allerdings sollte man bedenken, daß auch eine Wohnungskatze durch unbeabsichtigte Freigänge, einen Aufenthalt in einer Tierpension oder durch Katzenbesuch Kontakt zu Krankheitsüberträgern haben kann.

Schutzimpfung warum?

Nur durch regelmäßig durchgeführte Schutzimpfungen können Sie Ihre Katze gegen die aufgeführten Virusinfektionen schützen.

Um ein Versagen der Impfung möglichst zu vermeiden, muß Ihr Tier zum Zeitpunkt der Impfung gesund und frei von Parasiten sein. Darum erfolgt vor der Impfung eine gründliche Allgemeinuntersuchung und bei Jungtieren oft auch eine Wurmbehandlung.

Nur in sehr seltenen Fällen versagt das Immunsystem bei der Impfung und bildet keinen ausreichenden Impfschutz aus.

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Kastration von Hund, Katze und Heimtieren

 
Definition:

Kastration ist die Operative Entfernung der Keimdrüsen (Hoden oder Eierstöcke)

 

 

 

 

Kastration des Hundes

Bei Hündinnen sind vor einer Kastration Vor- und Nachteile der operativen Entfernung der Eiestöcke genau abzuwägen:

Nachteile:
Eingriff in Vollnarkose
Gefahr der Harninkontinenz
Stärkere Neigung zur ungewollten Gewichtszunahme
Kein Nachwuchs mehr möglich
Bei einigen Rassen: Fellveränderungen (Babyfell)

Vorteile:
Keine Läufigkeit und kein unerwünschter Nachwuchs
Bei Kastration vor der ersten Läufigkeit deutliche Reduzierung des Risikos, an einem Gesäugetumor zu erkranken
Keine Gebährmuttervereiterung im Alter
Deutlich geringeres Risiko an Diabetes zu erkranken

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Kastration der Katze

Katzen werden normalerweise im Alter von sechs bis zwölf Monaten kastriert.
Beim weiblichen Tier verhindert man mit der Kastration das Entstehen von Dauerrolligkeit. Ursache dafür sind Eiserstockszysten, die oft schon im Alter von ein bis zwei Jahren auftreten.

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Kastration von Heimtieren

Um bei der artgerechten Gruppenhaltung von Heimtieren(z. B. Kaninchen, Meerschweinchen) einen unerwünschten Nachwuchs zu verhindern, ist es sinnvoll, die männlichen Tiere zu kastrieren.
Bei hormonell bedingter Aggressivität weiblicher Kaninchen (gegenüber Artgenossen oder Menschen) führt die Kastration in der Regel zu einer Verbesserung der Verhaltensstörung.
Bei weiblichen Frettchen, die keinen Nachwuchs bekommen sollen, verhindert die Kastration eine beim älteren Tier sehr häufig auftretende, tödlich verlaufende Knochenmarkserkrankung (endogene Östrogenvergiftung).

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Operationen

 

Entscheidend für den Erfolg einer Operation sind nicht nur die optimale Versorgung während des Aufenthalts in unserer Klinik, sondern auch die Vor- und Nachsorge bei Ihnen zu Hause:

Der OP-Patient muß nüchtern sein, er darf am Abend vor der Operation spätestens um 18:00 Uhr eine kleine Mahlzeit zu sich nehmen (Ausnahme: Nager). Danach ist nur noch die Aufnahme von Wasser erlaubt.

Am Tag der Operation muß der Patient pünktlich um 7:30 Uhr in unserer Klinik sein. Nach einer Allgemeinuntersuchung wird der Patient sediert. Sobald er müde ist, wird die Narkose intravenös vertieft und mit Inhalationsnarkose weitergeführt.

Während der Operation wird der Patient intensiv überwacht (EKG-Monitoring, Atemmonitoring, Capnometrie, Pulsoxymetrie, ...).

Nach der Operation wird der Patient in unserem Aufwachraum überwacht.

In der Regel können Sie Ihr Tier am späten Nachmittag des Operationstages abholen. Zuhause sollte unser OP-Patient Ruhe haben und warm gehalten werden. Erst am nächsten Tag dürfen Sie Wasser und Futter verabreichen.

Nach zwei Tagen (in besonderen Fällen bereits am nächsten Tag) wird die erste Nachkontrolle durchgeführt. Wir entfernen den Venenkatheter (und gegebenenfalls den Wundverband), kontrollieren die Operationswunde und verabreichen Medikamente.

 

 

 

 

Reiseinformation

 
Grenzübertritt

Rechtzeitig vor Reiseantritt sollten Sie sich über die Einreisebestimmungen Ihres Urlaubslandes (vorgeschriebene Impfungen, Gesundheitszeugnis, elektronische Kennzeichnung des Tieres, Blutuntersuchung) informieren.

Einreisebestimmungen Orginaldokument (Stand: 2012)

Autofahrten

Bedenken Sie, daß Hunde und Katzen ihre Körperwärme schwerer als wir Menschen abgeben können. Achten Sie darum auf eine angenehme Innentemperatur Ihres Fahrzeuges und planen Sie genügend Erholungspausen ein.


Reiseapotheke

Ihre Reiseapotheke für Hund und Katze sollte Verbandsmaterial, eine Wundsalbe, sowie Präparate gegen Parasiten enthalten.


Infektionskrankheiten

mit folgernder Übersicht wollen wir sie über die Verbreitung einiger Infektionskrankheiten im Ausland informieren.


1. LEISHMANIOSE

Erreger: Leishmania donovani (Gewebeparasit)

Vorkommen: Mittelmeerländer (v.a. Spanien, Griechenland, Italien), Afrika, Asien, Amerika

Übertragung: durch dämmerungsaktive Schmetterlingsmücken (z.B. Sandmücken)

Krankheitsbild: Der Gewebeparasit Leishmania donovani wird beim Saugakt der Mücke auf das Wirtstier übertragen. Nach einer Inkubationszeit von mehreren Wochen (bis zu einem Jahr) kommt es zum Ausbruch einer schweren Allgemeinerkrankung die durch eine Vergrößerung von Leber, Milz und Lymphknoten sowie durch eine Nierenentzündung gekennzeichnet ist. Erste Anzeichen dieser Erkrankung sind typische Hautausschläge im Kopf-bereich und an den Ellbogen, sowie Fieberschübe. Gelegentlich treten als weitere Krankheitssymptome Gleichgewichtsstörungen, Blutarmut und Heiserkeit auf.

Diagnose: Bluttest

Behandlung: Die Leishmaniose kann durch eine lebenslange Therapie zwar behandelt aber nicht geheilt werden.

Prophylaxe: Einen sicheren Schutz gegen die Infektion mit Leishmanien gibt es leider nicht. Scalibor® (Halsband oder Shampoo ) kann gegen die Sandmücken eingesetzt werden und gilt derzeit als wirksamster Schutz gegen die Leishmaniose.


2. BABESIOSE

Erreger: Babesia canis (Blutparasit)

Übertragung: durch Zecken

Vorkommen: Süd- und Südosteuropa (Ungarn, Schweiz, Frankreich, Italien...) Alle tropischen und subtropischen Gebiete sowie England.

Krankheitsbild: Nach einer Inkubationszeit von 1-3 Wochen beginnt die Erkrankung mit hohem Fieber, Mattigkeit, Apathie und Gewichtsverlust. Durch die Zerstörung der roten Blutkörperchen kommt es zur Ausscheidung eines rötlich-braunen Urins.

Diagnose: Bluttest

Behandlung: Bei rechtzeitiger Behand-lung ist die Babesiose in der Regel heilbar.

Prophylaxe: Ein wirksamer Schutz gegen Zecken (Zeckenhalsbänder, Exspot®). Bei stark gefährdeten Tieren kann zusätzlich durch die vorbeugende Injektion von Imizol® eine Babesieninfektion für ca. vier Wochen verhindert werden.


3. DIROFILARIOSE - Herzwurmerkrankung

Erreger: Dirofilaria immitis

Übertragung: zahlreiche Arten von Stechmücken

Vorkommen: Subtropische und tropische Gebiete, USA, Mittelmeerraum

Infektionsverlauf: Die Mikrofilarien werden durch Stechmücken in die Unterhaut des Wirtes (Hund, Katze) verbracht. Dort entwickeln sie sich und wandern in Richtung Nacken und Kopf, dringen in Venen ein und gelangen mit dem Blutstrom zum rechten Herzen wo sie sich zu geschlechtsreifen Würmern entwickeln. Dieser Vorgang dauert 70 Tage.

Krankheitsbild: Die erkrankten Tiere leiden an chronischem Husten, Müdigkeit, Atemnot und Husten Leber, Herz, Nieren und Lunge zeigen typische Organveränderungen auf. Im Blutbild kann eine leichte Blutarmut festgestellt werden.

Diagnose: Blutuntersuchungen

Behandlung: Man unterscheidet vier Stadien der Dirofilariose. Während die Behandlung der Stadien 1+2 problemlos ist muß bei der Behandlung der Stadien 3+4 der Diro-filariose mit Komplikationen gerechnet werden.

Prophylaxe: Zur Vorbeugung kann das Medikament Stronghold® eingesetzt werden.


4. EHRLICHIOSE

Erreger: Ehrlichia canis (Blutparasit)

Überträger: Zecken

Vorkommen: weite Verbreitung südlich des 45.Breitengrades (Schweiz, Italien, Türkei...)

Krankheitsbild: Nach einer Inkubationszeit von 8-20 Tagen kommt es zum Krankheitsausbruch. Die akute Phase ist gekennzeichnet durch Fieberschübe (T 41.0), vergrößerte Lymphknoten und Atemnot. In einzelnen Fällen können auch Gleichgewichtsstörungen und Krampfanfälle beobachtet werden. Später geht die Krankheit in eine chronische Form über, die durch Gelenkschmerzen, Anämie und erhöhte Blutungsneigung gekennzeichnet ist.

Diagnose: Bluttest

Behandlung: Eine erfolgreiche Behandlung mit Antibiotika ist möglich.

Prophylaxe: wirksamer Schutz gegen Zecken (Zeckenband, Exspot®)

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Verhalten bei Notfällen

 

Für Notfälle sind wir zu jeder Zeit über unser Klinikstelefon erreichbar:

07131 - 89090

Sie erreichen Mitarbeiter/-innen in der Klinik

oder den Kliniksnotdienst (ggf. über Rufumleitung und Handy)!

In Notfallsituationen rufen Sie bitte immer sofort in der Klinik an. Unsere Mitarbeiter können dann bereits vor Ihrem Eintreffen in der Klinik wichtige Vorbereitungen treffen. So kann Ihr Tier in lebensbedrohlichen Situationen schneller und wirkungsvoller versorgt werden.

Wenn Sie mit einem Notfallpatienten unangemeldet vor unserer Klinik stehen, können Sie über die Türsprechanlage ("Notruf" an beiden Haustüren, bitte deutlich und langsam sprechen!) mit dem Notdienst in unserer Klinik verbunden werden. Sie müssen dann mit einer Wartezeit von bis zu zehn Minuten rechnen!

Notdienst der Tierärzte

An Wochenenden ist in Heilbronn und Umgebung ein tierärztlicher Notdienst organisiert. Falls Ihr Haustierarzt nicht erreichbar ist, können Sie sich auch an den Notdienst wenden.

- zum Notdienstplan -